Portal der Hauptschachtricht des Franz-Joseph-Horizonts

Der Franz-Joseph-Horizont des Hallstätter Salzbergbaus wird über zwei Mundlöcher erschlossen, die in einer Seehöhe von 735 Metern auf beiden Seiten der Mühlbachschlucht liegen. Durch die orografisch rechts gelegene Hauptschachtricht, den Hauptstollen, der geraden Wegs ins Salzlager führt, fuhren die Hallstätter Bergleuten bis in die Mitte des 20 Jahrhunderts ins Bergwerk ein, während der linksseitige Förderstollen der Materialausbringung dient. Das Mundloch liegt direkt am Serpentinenweg, den sogenannten "Wank", von Hallstatt ins Salzberghochtal. Die Herstellung und Pfleg der Bergbauwekzeuge erfolgt in der in unmittelbarer Nähe im Zuge des Stollenaufschlags errichteten Bergschmiede. Das Stollenportal ist repräsentativ, als monumentaler Triumphbogen mit getrepptem Giebel, den ein profiliertes Kranzgesimse abschließt, gestaltet. Das glatt behauene Kalksteinmauerwerk des Portals ist an den Ecken durch hervortretende abgefaste Quadern eingefasst. Dieses Motiv wiederholt sich am eiförmigen, in der Portalebene monumental wiederholten Gewölbebogens, dessen überhöhter Schlussstein mit dem gusseisernen Symbol des Bergbaus, Schlägel und Eisen, verziert ist. Aus Gusseisen ist auch der Doppeladler mit Wappenschild, die römische Jahreszahl MDCCCLVI und der Name des Kaisers Franz Josef (sic) I, der im Jahr 1856 höchstpersönlich symbolisch den Stollen aufgeschlagen hat.