Umbau

Der hohe Ressourcenverbrauch, den der Neubau eines Gebäudes erfordert, zwingt zur Feststellung: die effizientesten Gebäude sind jene die nicht gebaut werden. In umgebauten alten Häusern liegen Qualitäten, die weit über über Nachaltigkeits-Überlegungen hinausgehen.

 

Nimmt man die Aufgabe des Umbauens ernst, ist die Auseinandersetzung mit den Baustoffen, Bautechniken und Baukonstruktionen unseres baukulturellen Erbes unumgänglich. In einem evolutionären Prozess haben die Häuser mit dem größten Resilienzpotenzial gegenüber Umwelteinflüssen und gesellschaftlichen Veränderungen überlebt. Zweckmäßig bleibt ein Gebäude auch dann, wenn es sich ändernden Anforderungen unkompliziert angepasst werden kann. Kriterien, die eine hohe Resilienz und damit lange Nutzungszyklen begünstigten sind einfache Reparatur und einfache Umbaubarkeit.

Einfach werden bauliche Veränderung dann, wenn die Palette der verwendeten Baumaterialen schmal, deren Verfügbarkeit gesichert und die korrekte Verarbeitung und Pflege im regionalen Erfahrungswissen verankert ist. Je einfacher eine Konstruktion ist, desto einfacher kann sie angepasst werden. Materialhomogene Konstruktionen wie Stampflehm oder Massivholz, aber auch einfache Mischkonstruktionen aus wenigen Komponenten, wie Bruchstein- oder Ziegelmauerwerk mit Kalkmörtelbindung, erfüllen diesen Anspruch.

 

Auf diese Weise konnte der Bestand an einfach, aber intelligent konstruierten Gebäuden über Jahrhunderte gehalten, und durch deren Pflege umfangreiches Erfahrungswissen akkumuliert werden.

 

Das Zukunftspotenzial von Simple Smart Buildings liegt in ihrer Einfachheit, die eine unkomplizierte Adaptierung an sich ändernde Anforderungen erlaubt.

 

 

Der Umbau eines Hauses in Hallstatt soll diesen Ansatz illustrieren