Simple Smart Buildings

Smart Buildings müssen nicht mit hochkomplexen und damit störungsanfälligen technischen Systemen ausgestattet sein, deren Lebenszyklen durch den raschen Technologiewandel auf wenige Jahre reduziert sind. Smart ist ein Gebäude dann, wenn es ohne weiteres Zutun einfach lange und gut funktioniert. So wie unser baukulturelles Erbe, in dem ein Schatz an Erfahrungswissen steckt. Aus lokal vorhandenen Baustoffen entwickelten sich resiliente Baukonstruktionen und Gebäudetypen, welche Jahrhunderte überdauert haben und gerade deshalb immer noch eine hohe Nutzungsqualität bieten. Das hier vorgestellte Projekt basiert in erster Linie auf dem baukulturellen Erfahrungswissen und den Ergebnissen aus der Bauforschung im UNESCO Welterbegebiet Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut.

 

Die lokal erhaltene historische Bausubstanz, welche noch immer bewohnt wird, stellt eine Auslese dar: es sind die besten Häuser, es sind diejenigen, die einen harten Evolutionsprozess überstanden haben, diejenigen welche übrig geblieben sind. Diese Häuser sind bestmöglich angepasst: nach innen und nach außen. Von außen haben über Jahrhunderte die Witterung und einfach der Zahn der Zeit genagt, von innen wechselnde Bewohner die ihre individuellen, mit den Zeitgeist wechselnden Bedürfnisse zu verwirklichen suchten.

 

Das Ergebnis dieses Prozesses, ist mehr als ein Dach über den Kopf für wenige Jahre, es ist kein Smart Building, das prozessorgesteuert funktioniert. Es ist aber auch kein Stupid Building, sondern ein simples Gebäude im besten Sinn, ein Gebäude das wenig Ansprüche stellt, sondern in erster Linie den Menschen, die es nutzen, dient.

 

Die weltweit zu erwartenden klimatischen Veränderungen erfordern die Entwicklung einfacher, resilienter, vor allen Dingen aber billiger Bautechniken und Gebäudetypen, die breiten Kreisen der Weltbevölkerung zugänglich sind. Diese Anforderungen können kurzlebige High-Tech Systeme nur schwer erfüllen, während Bautypen, die aus dem Grundsatz des achtsamen, wissensbasierten Umgangs mit lokal vorhanden Baustoffen und Erfahrungswissen entwickelt werden, entsprechendes Zukunftspotenzial besitzen.

 

Unter dem Begriff Simple Smart Buildings finden Sie hier Informationen zu Baustoffen und Baukonstruktionen, die sich über lange Zeiträume bewährt haben.

Ziel dieses Forschungsprojeks ist es, dieses Erfahrungswissen zu sammeln, mit naturwissenschaftlichen Methoden zu validieren und zu kommunizieren.

 

Hier finden Sie nähere Informationen zu:

 

Massive Steinmauern

 

Stampfbeton

 

Massivholzwände

 

Rundholzzimmern

 

Holzschindel

 

Torfmoos

 

Ölfarben

 

Kastenfenster - Winterfenster - Jalousien

 

Luftbrunnen

 

Biosensoren und Bioaktuatoren

 

Charakterisierung materialhomogener Konstruktionen

 

Weiterführende Informationen finden Sie auch auf der website meines Projektpartners Dr. Günther Kain.