Die Bauphysik der historischen Substanz

Die historische Bausubstanz unsees baukulturellen Erbes ist vielfältig und weist Eigenheiten auf, die nicht immer gleichbedeutend mit bauphysikalischen Nachteilen sein müssen. Wenn es gelingt die Substanz mit all ihren Besonderheiten zu erfassen, können auf dieser Grundlage energiesparende Raumkonditionierungssysteme eingesetzt werden, die die objektspezifischen Gegebenheiten optimal nutzen.

 

Auch bei historischen Baustoffen hängt das das Wärmeleitverhalten signifikant von der Baustofftemperatur und vor allem der Bauteilfeuchtigkeit ab. Wenn es gelingt, den Feuchtigkeitsgehalt historischer Bauteile schonend zu senken, stellt sich als Folge eine Reduktion der Wärmeleitfähigkeit ein.

 

Bei historischen Objekten, mit massiven Bauteilen, kann die speicherfähige Bauwerksmasse zur Aufrechterhaltung eines gleichmäßigen Raumklimas genutzt werden. Dadurch ist eine Verringerung Regelungsverluste zur Aufrechterhaltung einer gleichmäßigen Raumlufttemperatur bei lüftungsbedingten Temperaturschwankungen zu erwarten.

 

Für die Gebäudekühlung während des Sommers ist mittelfristig ein stark steigender Energiebedarf anzunehmen. Erfahrungsgemäß fühlen sich Räume in massiven historischen Bauten im Sommer angenehm kühl an.

 

Wie die Erfahrung zeigt, treten in historischen Objekten selbstregulierende Raumkühlungseffekte auf auf die eine spürbare Sommerkühlung nach sich ziehen. Dieser Effekt, der ohne zusätzlichen Energieeinsatz zu Stande kommt, wird bereits in naher Zukunft ein erhebliches Einsparungspotential darstellen. Durch den Erhalt, die Sanierung und die Weiter- oder Neunutzung der historischen Bausubstanz kann ein substanzieller Beitrag zur klimaneutralen Gebäudekühlung geleistet werden.

 

Bauphysik historischer Fenster

Ausführiche Informationen über die Bauphysik von Kastenfenstern finden Sie im Bereich historische Baukonstruktionen.