Problemfall Glasarchitektur

Immer öfter erleben wir Räume mit großen Glasflächen als unerträglich heiß. Der erste Verdacht fällt zurecht auf die globale Erwärmung, die aber im Durchschnitt "nur" um einige Grade ansteigt.

Die Erklärung, warum wir Räume mit großen Glasflächen überproportional heiß erleben liegt schlicht und einfach daran, dass sie sich überproportional aufheizen. Neben dem allgemein bekannten "Glashaus-Effekt" kann dieses Phänomen darüber hinaus auch noch mit der "Stefan-Boltzmann-Beziehung" erklärt werden. Diese beschreibt die erhebliche Wärmestrahlung, die von übermäßig erwärmten Glasflächen abgestrahlt wird.

 

Das Stefan-Boltzmann-Gesetz

Das Stefan-Boltzmann-Gesetz gibt an, welche Strahlungsleistung P ein Körper der Fläche A und der absoluten Temperatur T aussendet. Es lautet:

P = σ A T4

σ ist hier für eine physikalische Grundkonstante, die Stefan-Boltzmann-Konstante.

 

Oder anders formuliert: die Strahlungsleistung eines Körpers ist proportional zur vierten Potenz seiner absoluten Temperatur!

Und spätestens seit der Corona-Pandemie ist allgemein bekannt wie eine Exponentialfunktion aussieht und welche Entwicklung sie beschreibt.

 

Bereits eine Verdopplung der Temperatur bewirkt, dass die abgestrahlte Leistung um den Faktor 16 ansteigt. Dieses Gesetz wird deshalb auch als „Boltzmannsches T-hoch-vier-Gesetz“ bezeichnet. (Quelle: Wikipedia)

 

Glasarchitektur - ein Auslaufmodell

In unserer aktuellen Lage, in der die Durchschnittstemperaturen ständig steigen, wird es immer weniger nachvollziehbar, wie Architekten und Planer nach wie vor Glas als "zeitgemäßen" Baustoff exzessiv verwenden.

Glasarchitektur ist nicht mehr zeitgemäß und noch viel weniger zukunftsfähig. Die Zukunft des Bauens liegt vielmehr in einfachen, klimaverträglichen Baukonstruktionen, in Simple smart Buildings.